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Tipps rundum Hochbeete

Es gibt viele Gründe, sich ein Hochbeet anzuschaffen. Hier findest du unsere Tipps die du bei der Planung, dem Bau und der Bepflanzung eines Hochbeetes beachten solltest.

Zunächst einmal ist das Gärtnern rückenschonender als im herkömmlichen Gemüsebeet. Außerdem kannst du das Hochbeet bereits früher im Jahr bepflanzen, die Pflanzen finden optimale Bedingungen und gedeihen dementsprechend gut und es kann früher geerntet werden. Der Grund: Ein Hochbeet generiert durch die eingebrachten Schichten aus Grünabfällen und dem im Inneren ablaufenden Verrottungsprozess Wärme und Nährstoffe. Nachstehend findest du unsere Tipps im Detail:

1. Das richtige Material für das Hochbeet

Grundsätzlich ist bei der Materialwahl dein persönlicher Geschmack gefragt, denn die Grundkonstruktion eines Hochbeets kann sowohl aus Holz aber auch aus Naturstein, Metall oder Beton sein. Jedes dieser Materialien hat gewisse Vor- und Nachteile.

Wer flexibel sein möchte, sollte eine Konstruktion aus Holz vorziehen. Aber auch hier gibt es viele Unterschiede und einiges zu beachten. Zum einen ist die Holzart ein wichtiger Punkt: Weichhölzer wie Fichte und Kiefer sind preisgünstiger als dauerhafte Holzarten (beispielsweise Douglasie, Eiche oder Lärche). Hochbeete sind je nach Größe im Garten sehr präsent und können darüber hinaus zum Beispiel als Abgrenzung oder als Raumtrenner dienen.

2. Langlebige Hochbeete aus Holz bauen

Der größte Feind für Hochbeete aus Holz ist Feuchtigkeit. Deshalb solltest du die Holzwände auf der Innenseite mit einer Noppenfolie oder dergleichen auskleiden, damit das Holz nicht in direktem Kontakt mit der feuchten Erde steht. Zudem ist eine dünne Drainageschicht aus Kies von Vorteil, die dafür sorgt, dass die Holzwände wieder gut abtrocknen können und sie nicht in Staunässe stehen. Weiterhin sollte für eine gute Luftzirkulation gesorgt sein. Baue das Hochbeet also möglichst freistehend. So sorgst du dafür, dass die Holzwände immer wieder gut abtrocknen können. Eine Oberflächenbehandlung mit Öl oder ähnlichen biologischen Mitteln, die vor der Witterung schützen, ist nicht zwangsläufig notwendig, schadet allerdings auch nicht und sie erhöhen die Langlebigkeit. Kleide die Innenseite mit Noppenfolie aus und befestigen Sie den Rand mit einem Tacker oben an den Seitenwänden.

3. Die richtige Größe für das Hochbeet

Im Handel haben sich über die Jahre einige Standardgrößen herausgebildet. So sind die meisten Hochbeete 70 bis 140 Zentimeter breit und für eine gute Arbeitshaltung und Einfüllhöhe 70 bis 90 Zentimeter hoch. Wir haben unser Hochbeet für eine angenehme und rückenschonende Arbeitshaltung mit einer Höhe von 85 cm (ungefähr Hüfthöhe) konzipiert und eine Breite von 1 Meter, die die Armlänge nicht überschreitet, damit du angenehm arbeiten kannst.

4. An den Wühlmausschutz denken

Wühlmäuse im Gemüsebeet sind keine Freude und sorgen für ärgerliche Schäden. Die kleinen Nager fühlen sich besonders von Hochbeeten angezogen, da diese nicht nur Nahrung versprechen, sondern die im unteren Bereich der Hochbeetschichten natürliche Höhlen bilden sich in den Hochbeeten ein angenehm warmes Klima bildet. Abhilfe schafft hier ein Wühlmausgitter, das über der Drainageschicht eingebracht wird und mindestens 30 Zentimeter hoch und umlaufend im Inneren des Hochbeets angebracht wird. So können die Wühlmäuse nicht von unten in das Hochbeet gelangen und Ihre Ernte ist nicht gefährdet. Tauchen Ameisen im Hochbeet auf, lassen sich die Ameisen durch Fluten der Nester in der Regel gut vertreiben.

5. Die richtige Schichtung im Hochbeet

Als Basis über der dünnen Drainageschicht aus Kies wird eine Schicht aus grobem Grünschnitt (Zweige, Äste u. ä.) eingebracht. So angelegt haben die Zersetzungsbakterien durch die groben Schnittabfälle im unteren Bereich eine gute Luftzufuhr, was den Verrottungsprozess und damit die Wärmeerzeugung unterstützt.

6. Wärmeentwicklung im Hochbeet richtig nutzen

Das Hochbeet hat durch seine natürliche Wärmeentwicklung den enormen Vorteil, dass erstens schon früh mit dem Kultivieren von Pflanzen begonnen werden kann. Zudem lässt es sich mit einem durchdachten Pflanzplan über die ganze Gartensaison sehr effizient und ertragreich damit gärtnern.

Hier ein paar Beispiele zur Bepflanzung: Im März und April lassen sich schon Frühlingspflanzen wie Rettich, Spinat, Rucola, Radieschen, Petersilie und Pflücksalate anbauen – zum Schutz vor verspäteten Kälteeinbrüchen kann für die Nächte ein Gärtnervlies über das Hochbeet gelegt werden, um die Pflanzen zu schützen. Die Wärme des Beets wird so gestaut. Im späten April können dann Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Lauch und Co. dazu. Ab Mai kommen dann vorgezogene Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Peperoni usw. ins Beet. In den sowieso warmen Sommermonaten ab Juni gedeihen Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi und Möhren sehr gut. Von August an kannst du Grünkohl, Endivien, Radicchio und andere Herbstsalate pflanzen. Ab September/Oktober sollte nachts wieder ein Schutzvlies zum Einsatz kommen. Es kann aber weiterhin fleißig Rucola, Sellerie, Sprossenbrokkoli, Petersilie und anderes frostunempfindliches Gemüse gepflanzt werden. Über die wirklich intensiven Wintermonate (Dezember bis Februar) sollte dann abgeerntet und das Beet mit einer Plane abgedeckt werden, damit tauender Schnee oder Regen nicht die Nährstoffe aus der Erde waschen. Hier lohnt es sich auch, wieder Nährstoffe in die obere Pflanzschicht einzubringen.

7. Schneckenschutz durch ökologische Hilfsmittel

Gerade Blattsalate sind für Schnecken eine besondere Leckerei. Die schleimigen Fressfeinde stört auch ein hohes Beet nicht, doch auch sie können ferngehalten werden. Da im Hochbeet zumeist Gemüse und Obst zum eigenen Verzehr kultiviert wird, raten wir vom Einsatz chemischer Mittel ab und empfehlen eine Kombination aus ökologisch unbedenklichen Möglichkeiten:

Bergbohnenkraut und Kamille haben eine natürliche Scheuchwirkung auf Schnecken. Um das Hochbeet herum gepflanzt verringern sie den Schneckenbefall. Ein etwa drei Zentimeter breites Kupferband, das am unteren Bereich des Hochbeets umlaufend angebracht ist, hält Schnecken fern. Sie scheuen die Berührung mit dem Material und überschreiten das Band nicht. Ähnlich verhält es sich mit Kaffeesatz. Eine Spur um die Basis des Hochbeets soll die schleimigen Fraßfeinde abhalten.

8. Mischkultur für weniger Schädlinge und besseres Wachstum

Auch wenn ein Hochbeet keine riesige Fläche zum Anbau liefert, lohnt es sich, es in einer Mischkultur zu bepflanzen. Dabei gilt die Faustregel: Pflanzen derselben Familie nicht nebeneinander und nicht nacheinander kultivieren. Sie entziehen der Erde dieselben Nährstoffe, sie laugt schneller aus und kann sich nicht richtig regenerieren. Werden hingegen in die Mischkultur familienfremde Gemüsearten integriert, erholt sich der Boden besser und Ihre Pflanzen werden weniger häufig von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht.

Auch hier können die ätherischen Öle mancher Pflanze von Nutzen sein. Pflanzen Sie beispielsweise Dill, Wermut oder Zwiebeln neben schädlingsgefährdetes Gemüse wie Gurken, werden Sie feststellen, dass es kaum oder gar nicht zu Fraßschäden kommt.

9. Füllung des Hochbeets nach fünf bis sieben Jahren erneuern

Durch den fortlaufenden Verrottungsprozess im Inneren gibt es einiges zu beachten. Im ersten Jahr kann die Schicht um zehn bis zwanzig Zentimeter nach unten sacken. Diese Menge solltest du mit Pflanzerde wieder auffüllen. Wesentlich wichtiger ist, dass der Schichteffekt eines Hochbeets nach etwa fünf bis sieben Jahren – je nach Bepflanzung – verbraucht ist. Dann heißt es, die ausgezehrte Erde komplett zu entnehmen und ein neues Schichtsystem aufzubauen. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch überprüfen, ob die innen angebrachte Folie und das Schutzgitter noch intakt sind und gegebenenfalls ausbessern. Die alte Hochbeeterde musst du natürlich nicht entsorgen – sie eignet sich immer noch hervorragend zur Bodenverbesserung und als Humuslieferant für die normalen Gartenbeete.

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